Entspannung im neuen Snoezelraum

Eine Balance zu finden zwischen Bewegung und Entspannung, für Kindergartenkinder ein wichtiger Aspekt im Alltag. Viele Kinder sind von morgens bis nachmittags in der Kita, und zwischen viel Bewegung, Spiel und Spaß braucht es auch Entspannungsphasen und Zeiten, die eigenen Sinne bewusst wahrzunehmen. Im Rahmen einer Qualitätsprüfung im Kindergarten St. Severin ist den Mitarbeitern aufgefallen, dass zwar zahlreiche Bewegungsangebote in der Einrichtung vorhanden sind, die Möglichkeiten für die Kinder, zwischendurch auch einmal zur Ruhe zu kommen, allerdings zu kurz kommen. Vor allem an den Nachmittagen können die Kinder ein ruhiges Plätzchen gut gebrauchen, an dem sie entspannen können. Ein Team von drei Erzieherinnen hat das Konzept für den „Snoezelraum“ ausgearbeitet. Petra Grümmer, Sandra Grein und Elke Leinen haben sich mit dem Thema auseinander- gesetzt und nach den Vorgaben zum „Snoezeln“ einen Raum neugestaltet. „Snoezeln“ ist eine Wortschöpfung aus schnuppern und schlummern und kommt aus den Niederlanden. Es geht darum die Sinne anzusprechen und dabei auch entspannen zu können.

Derzeit ist dieses Entspannungskonzept eher bekannt aus dem Förderbereich, aber durchaus auch ein Gewinn für die Kindergarten-Kinder. Der Raum ist hauptsächlich in der Farbe weis und so reizarm wie möglich gestaltet. Teppiche, Sitz- und Liegegelegenheiten sowie Decken sorgen für eine wohlige Atmosphäre. Farben, Musik und Geräusche werden von Projektoren an die Wand und Decke projiziert. Hier laden zum Beispiel Wald- oder Meereffekte zum Spüren und Erleben ein.

Eine Erzieherin ist immer mit den Kindern im Raum, und das Angebot ist für alle Kinder immer freiwillig. Nachdem alle noch einmal die Toilette besucht, die Hände gewaschen und die Schuhe ausgezogen haben sind alle Vorkehrungen getroffen, die dazu dienen, sich die nächsten 20 Minuten ohne Ablenkung auf die eigenen Sinne zu konzentrieren. Alles findet ohne Zwang statt und auch einschlafen ist erlaubt! Besonders lebhafte und unruhige Kinder können von dieser Entspannungsmethode in ihrer Entwicklung sehr profitieren. Am Ende der Zeit werden die Kinder von der Erzieherin wieder langsam aus der Entspannung zurückgeholt. Geschichten werden beendet, es kann auch über das Erlebte gemeinsam gesprochen werden, und es darf sich auch wieder bewegt werden. Das Angebot ist für die drei- bis sechsjährigen Kinder gedacht, da zum Entspannen auch ein Loslassen notwendig ist, was kleineren Kinder meistens schwerfällt. Nach der Umsetzungszeit von einem halben Jahr ist jetzt der Probebetrieb des „Snoezelraums“ gestartet, und die Kita-Leitung Ursula Müller ist genauso gespannt wie ihre Kolleginnen, wie die Kinder den Raum annehmen werden. Sicher wird es in den kommenden Wintermonaten viel Zeit geben den neuen Raum auszutesten und das Entspannen zu erlernen!

Herbstkonzert

Am Samstag, den 5. November um 20 Uhr findet in der Kappertz-Hölle (Saalbau Kappertz) das Herbstkonzert des Instrumentalverein Eilendorf 1869 e.V. statt.

So schnell vergeht ein Jahr! Für uns iam IVE fühlt es sich an, als ob unser letztes Konzert gestern gewesen wäre. Nach der davorliegenden Durststrecke – durch die alle Vereine mussten – hatten wir ordentlich Lampenfieber. Seitdem hat sich Einiges wieder eingependelt. An wenigen Stellen kneift es noch, aber wir arbeiten frohen Mutes daran.

Große Sorge bereitet noch immer, in welchem Raum das mehrere Dutzend starke Orchester proben soll. Die eine „Super“ Lösung gibt es derzeit für uns nicht, und die vielen unterschiedlichen Orte verlangen uns viel Arbeit und Flexibilität ab. Als einer dieser Probenorte, und dazu noch ein sehr beliebter, ist der Saalbau Kappertz in der Hüttenstraße 45 in der Auswahl, wofür wir dem Chef der „Kappertzhölle“, Peter Kappertz, sehr dankbar sind.

Die Konzerte des IVE stehen regelmäßig unter einem bestimmten Motto, zu dem die Musik passend ausgesucht wird. Stammgäste werden registrieren, dass dieses Jahr auch die Musik nicht „einem“ Motto unterzuordnen ist. Das liegt daran, dass unser neuer Dirigent Jan Kitzen für sein erstes Konzert eine „Wildcard“ bekommen hat, also völlig frei die Stücke bestimmen durfte. Lassen Sie sich überraschen!

Vor einem Jahr mussten wir noch – die Vorsicht war auch geboten! – aufwändige Zugangskontrollen durchführen. Dieses Mal wird es leichter. Derzeit sind keine Auflagen für den Zutritt auferlegt. Jeder wird also individuell festlegen, welche Vorsichtsmaßnahmen er ergreift oder eben nicht.

Wir jedenfalls freuen uns auf Sie und das Konzert. Freuen auch Sie sich mit uns und erleben endlich wieder ehrliche Live-Musik und einen fröhlichen Abend! Seien Sie dabei!

Ihr IVE

Der Kaußen mal wieder…

Der Eilendorfer Journalist, Moderator und Autor Stephan Kaußen präsentiert sein neues Buch Anfang Oktober in der Aula Carolina. Warum da? Warum dann? „Ich mache ja dort in der Pontstraße eine große Ausstellung der Kunst meines alten Kumpels Ralf Metzenmacher. Und da wir über 15 Jahre immer eng zusammen gearbeitet haben, füge ich auch diese Welten zusammen.“

Farblich und inhaltlich mit einem Wiedererkennungseffekt: Metzenmachers Gemälde „Feuerbach“ ist vom Rot und Blau dominiert, das neue Buch-Cover auch. Und die Friedenstaube ist nicht nur mit Blindheit geschlagen, sondern auch vom 2020 plötzlich verstorbenen Retro-Designer und Retro Art-Erfinder Metzenmacher entworfen.

Alle Informationen finden Sie unter: www.retroviews.de In der Aula Carolina werden eine Woche bislang in Aachen nicht zu sehende Retro-Werke gezeigt. Und jeden Abend gibt es ein besonderes Rahmenprogramm mit Live-Musik – beginnend am 2. Oktober. Dann wird Kaußen – begleitet vom Aachener Moderator David Kadel – unter anderem sein Buch vorstellen. Über den Inhalt dann mehr in unserer November-Ausgabe.

„Ich würde mich riesig freuen, viele Eilendorfer in der Aula begrüßen zu können! Schließlich war auch Ralf oft bei uns in Ieledörp – und das immer strahlend wie seine Kunst“