Neues aus der Eilendorfer Bezirksvertretung

Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler hatte zu Beginn der Bezirksvertretungssitzung Anfang Februar 2022 zunächst die traurige Aufgabe, zum plötzlichen Tod von Wilfried Anhold Worte des Gedenkens zu sprechen. Wilfried Anhold hat sich ehrenamtlich über 20 Jahre für Eilendorf und seine Bürger eingesetzt. Als Fraktionsmitglied der SPD gehörte er von 1999, mit einer kurzen Unterbrechung, 21 Jahre lang der Eilendorfer Bezirksvertretung an, und noch in der letzten Sitzung der Bezirksvertretungssitzung 2021 brachte er sich wie gewohnt engagiert für die Belange der Eilendorfer Bürger ein. In einer Schweigeminute wurde von allen Sitzungsteilnehmern Wilfried Anholds gedacht. Der Übergang zur Tagesordnung war an dieser Stelle sicherlich für viele Anwesenden nicht einfach, doch bei der möglichen Aussicht auf einen baldigen Probebetrieb eines Ortsbusses für Eilendorf waren die Bezirksvertreter wieder ganz bei der Sache.

Ortsbus für Eilendorf
Tobias Capellmann von der ASEAG stellte eine mögliche Umsetzung eines Ortsbusses in Eilendorf vor. Dabei diente der bereits in Betrieb genommene Ortsbus in Brand als Vorbild. Auch wenn Eilendorf durch die Busverbindungen der ASEAG ganz gut abgedeckt ist, bleiben vor allem die Bewohner des Eilendofer Südens ein wenig außen vor. Auf zwei Schleifen, vom Markplatz aus in den Eilendorfer Westen und anschließend in den Eilendorfer Osten, soll der Bus über den Severinus Platz mehr Mobilität für möglichst viele Eilendorfer bieten. Der Bus würde im 30 Minuten Takt die komplette Runde fahren. Da der Bus den Nirmer Tunnel nicht passieren kann, könnte dort eine Haltestelle eingerichtet werden. Eine Ausweitung der Schleife über Nirm würde die Fahrtzeit erheblich verlängern, und der Bus könnte die 30 Minuten Taktung nicht mehr einhalten .Als neue Haltepunkte könnten allerdings Breitbenden und die Krebsstraße, sowie die Stein- und Bezelter Straße mit eingebunden werden. Im Laufe des Probebetriebs können Fahrtwege und Haltestellen noch verändert werden. Der Ortsbus Eilendorf ist an den Markttagen, also immer donnerstags, geplant und ein möglicher zweiter Tag im Probebetrieb wird noch diskutiert. Der 12- sitzige Ortsbus hat eine Rampe, so dass man auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen bequem einsteigen kann. Für den Probebetrieb gilt als besonderes Angebot auf Basis des AVV Tarifes das Flugs-Ticket (Kurzstrecke). Mit einem Flugs-Ticket für 1,60 Euro kann man hin- und zurückfahren. Vorhandene Zeitkarten sowie andere gültige AVV-Tickets können selbstverständlich auch genutzt werden. Der Probebetrieb könnte noch in diesem Sommer umgesetzt werden, doch mit dem Hinweis von Tobias Capellmann, dass der November und Dezember die fahrgaststärkste Zeit ist, wird über den Start des Ortsbusses in der Bezirksvertretung noch beraten. Einen pausenlosen Übergang vom Probe- in den Regelbetrieb würde die Bezirksvertretung ebenfalls bevorzugen. Die Umsetzung in den Regelbetrieb wäre auch schon 2023 möglich.

Eilendorf – ein sehr ruhiges Viertel
Polizeihauptkommissar Guido Hermes von der Eilendorfer Dienststelle berichtet in der öffentlichen Sitzung über die allgemeine Lage in Eilendorf. Gemeinsam mit seinem Kollegen Polizeihauptkommissar Andreas Dern ist er für die Bürger Ansprechpartner in Sicherheitsangelegenheiten in unserem Stadtteil. Beschwerden aus der Bürgerschaft werden von der Dienstelle ernst genommen, aber Gewalt- und Drogenkriminalität sind in Eilendorf kaum zu verzeichnen. Auch die Verkehrssicherheit haben die beiden Polizisten im Auge. Vor allem die Situationen vor und um die Grundschulen herum werden von der Polizei in Präsenz regelmäßig überwacht. Auf Wunsch können auch noch weitere Kontrollen mit Laserpistole an neuralgischen Punkten durchgeführt werden, so das Angebot von Guido Hermes an die Bezirksvertreter.

Umbau Heimatstube
Im Januar 2022 hat der Heimatverein bei der Bezirksvertretung einen Antrag auf Fördermittel gestellt. In der Februarsitzung konnte Helmuth Kind, Vorsitzender des Heimatvereins, die Gelegenheit nutzen, die geplanten Umbauideen für die Heimatstube den Vertretern der Fraktionen zu präsentierten. Zwei Punkte sind dem Heimatverein dabei besonders wichtig, zum einen die „digitale Umrüstung des Archivs des Heimatvereins zur Geschichtswerkstatt durch die Einrichtung weiterer digitaler Arbeitsplätze“ und zum anderen die „Umgestaltung der Heimatstube zu Heimatwerkstatt und Heimatforum“.
Die Digitalisierung ist beim Heimatverein schon in vollem Gange. Schon jetzt gibt es sieben komplett vernetzte Arbeitsplätze und sämtliche Quellen, wie Fotos, Dokumente und vieles mehr sind bereits digitalisiert. Neben weiteren Arbeitsplätzen möchte der HVE in passendem Ambiente das geschichtliche Wissen auch den Eilendorfer Bürgern zur Verfügung stellen. Sollte der Antrag für Fördermittel aus dem Heimatfond des Landes NRW genehmigt werden, würde das Land 50 Prozent der Kosten übernehmen. Dies wäre eine sehr große Erleichterung für den Heimatverein, der trotzdem noch 40 Prozent der Kosten selbst tragen muss. Die Bezirksvertretung muss den Umbau dann noch mit 10 Prozent unterstützen. Die Zusage der BV ist dem Heimatverein sicher. Jetzt hofft der Verein auf eine positive Rückmeldung vom Land und dass die Pläne baldmöglichst realisiert werden.