Kita Breitbenden muss komplett neu geplant werden

In der Sache Kindergarten Neubau Breitbenden wurde die Bezirksvertretung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause mit guten und gleichzeitig schlechten Neuigkeiten konfrontiert. Mit Klaus Schavan, Technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereich Kinder, Jugend und Schule und Claudia Novak, Planerin in Fachbereich Verkehr, kamen gleich drei Vertreter der Stadt Aachen auf Anfrage der Eilendorfer Grünen Fraktion, um über den Sachstand des Kita Baus zu berichten. Es wurde schnell klar, dass eine schnelle Umsetzung des Baus im Neubaugebiet, wie von der Bezirksvertretung gewünscht wurde und zunächst Seitens der Stadt Aachen auch so realisiert werden sollte, nicht erfüllt werden kann.
„Während der Planung in den letzten Monaten wurde bereits versucht, die ursprüngliche Gruppengröße der Kita Breitbenden von sechs Gruppen auf acht Gruppen zu erweitern, um den nötigen Bedarf an Kita Plätzen annähernd zu decken. Dies hat schon viel Arbeit erzeugt und man hat versucht alle Möglichkeiten auszuschöpfen, dies zu ermöglichen“, so Klaus Schavan zu den bereits geleisteten Planungen. „Doch leider ist auf dem Grundstück eine Achtgruppige Kita nicht realisierbar.“ „Da in Eilendorf großer Nachholbedarf an Kita Plätzen besteht, laufen nun die Planungen in Richtung zwei Fünfgruppiger Kitas“, erklärt Heinrich Brötz die neuen Planungen. Die Kita in Breitbenden könnte, aufgrund der bereits bestehenden Planungen am schnellsten realisiert werden. Für die zweite Kita besteht die Option, auf einem Grundstück am Kleebach/Ulmenallee einen weiteren Neubau zu errichten. Damit wäre Eilendorf bei den Ü3 Plätzen ausreichen und mit den U3 Plätzen fast an die nötigen 50 Prozent, versorgt.
„Auch Verkehrstechnisch würde eine große Kita in Breitbenden das Gebiet überfordern“, weiß Claudia Novak und ist sehr froh über die zeitige Einbindung der städtischen Verkehrsplanung bei den anstehenden Projekten.
„Im Zuge des Klimawandel, hat ein komplettes Umdenken im Baubereich stattgefunden. Für den Fachbereich ist es sehr schwierig geworden, mit den neuen Vorschriften zu planen und es geht daher leider nicht schneller voran“, erklärt Klaus Schavan die Vorteile und Nachteile des Umbruchs. Dafür darf sich der Bezirk freuen, der Erste zu sein, in dem für die Zukunft gebaut wird. Das heißt, zertifizierter Nachhaltigkeitsbau, Kitas mit Mobilitätskonzept und es wird verstärkt mit Holz gebaut. Für den Fachbereich Bau bedeutet dies ein komplettes neues Bauen. „Wir werden versuchen Abläufe zeitgleich zu bearbeiten, um Zeit zu sparen, trotzdem wird es eine Zeitverzögerung von drei Jahren geben,“ ist die schlechte Nachricht von Schavan, vor allem für die Familien, die in den nächsten Jahren für ihre Kinder in Eilendorf Betreuungsplätze suchen.
Die Bezirksvertretung weißt noch auf ein mögliches weiteres Baugrundstück auf Trimpersfeld hin und auch dies wird von den städtischen Vertretern mit in die weiteren Überlegungen aufgenommen. Trotz aller Erklärungen Seitens der Fachbereiche, sind alle Fraktionen endtäuscht über die neuerliche Verzögerung des so dringend benötigten Kita Neubaus. Auch wenn die Stadt schon nach Immobilien für eine vorläufige Betreuung in zwei Gruppen Ausschau hält, wird das Betreuungsproblem in Eilendorf noch länger als gewünscht andauern. Nur beim Bau des Montessori Kinderhauses an der Kaiserstraße zeichnet sich ein baldiger Baubeginn ab. Die Stadt hat einen Investor gefunden, dessen Entwurf mit Eingliederung des Denkmalgeschützen Hauses, überzeugt hat. Es gibt zwar noch offene Fragen, doch auch hier hofft man auf schnelle Lösungsvorschläge des Investors und nach Einigkeit geht es in die Beschlussfassung. Damit sollte die Kita an der Kaiserstraße noch vor Breitbenden realisiert werden und an dieser Stelle kommen noch zwei weitere Gruppen hinzu.