Christen und Muslime gemeinsam gegen Hunger

Mit dem Verkauf von fair gehandelten Produkten in der Buchhandlung Das Buch, unterstützt der „Eine Welt Kreis“ ein Projekt in Burkina Faso. Dafür auch einen ganz herzlichen Dank an Marcel Emonds-pool, Inhaber des Buchladens „Das Buch“. An dieser Stelle können Sie sich über den aktuellen Stand des Projektes anhand von Auszügen aus dem neuen Projektbericht informieren.

Mit Hilfe des MISEREOR-Partners UFCDori verwandeln Kleinbauernfamilien in Burkina Faso trockenen Boden in grüne Gärten. In der Sahelregion entwickeln Christen und Muslime gemeinsam seit mehr als 50 Jahren eine nachhaltige Landwirtschaft, pflanzen Bäume und nutzen verschiedene Techniken der Wassergewinnung. Die Corona-Pandemie verläuft in Burkina Faso bisher moderat. Bis Anfang August wurden 1.204 Fälle mit 54 Verstorbenen bestätigt. Auch in der Projektregion gab es im April und Mai einige Fälle. „Seit dem Ausbruch der Pandemie hat die Regierung Maßnahmen ergriffen, die von der Schließung öffentlicher Plätze über Ausgangssperren bis zur Quarantäne ganzer Städte reichten. Mittlerweile wurden diese Maßnahmen nach und nach aufgehoben und es sind nur noch die üblichen Abstands- und Hygieneregeln in Kraft“, berichtet Paul Ramdé. Das UFCProjektteam ist bisher von Covid-19 nicht betroffen, es hält sich strikt an alle Maßnahmen zur Vorbeugung. Die meisten Programm-Aktivitäten können weitergeführt werden.

Weitere Herausforderungen bringen die in diesem Jahr heftigen Regenfälle mit sich. Einige Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die Baumaßnahmen im Programm werden deshalb erst nach der Regenzeit weitergeführt. Trotz der erhöhten Gefahr für das UFCTeam geht die Arbeit weiter.

Die ohnehin großen sozialen und wirtschaftlichen Probleme sollen sich nicht verschärfen und so junge Menschen in die Arme der Terrorgruppen treiben. Die UFC klärt die Bevölkerung in den Dörfern über typische Verhaltensänderungen bei jungen Leuten auf, die auf Kontakt mit Terroristen hinweisen. Gleichzeitig geben UFC-Projekte Jugendlichen eine Perspektive. Wer einen Beruf erlernt hat, ist weniger anfällig für die Versprechungen der Terroristen. Auf Initiative des Grand Imam von Dori, der gemeinsam mit dem Bischof von Dori das Präsidium der UFC bildet, wurde daher in vier Städten ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche in Koranschulen aufgelegt. Es kombiniert die Koranschule mit einer Berufsausbildung. Den Terrorgruppen soll so die Basis in der Bevölkerung entzogen werden. Die Nachrichten von Paul Ramdé zeigen, dass viele Menschen in Burkina Faso entschlossen sind, gemeinsam dem Terror und anderen Widrigkeiten positive Lösungen entgegenzusetzen. Die Zielgruppe des Projektes sind mehr als 2.400 Kleinbauernfamilien à durchschnittlich zehn Personen. Weitere 6.000 Menschen erreicht die UFC Dori durch Aufklärungsveranstaltungen.

Seit Projektstart werden mehr als 300.000 Männer und Frauen unterschiedlichen Glaubens jeden Alters in den Provinzen Séno und Yagha geförderte. Über 50 Prozent der Männer und Frauen in der Diözese Dori beteiligen sich an Projekten der UFC. Spenden Sie online unter www.misereor.de/spenden oder via IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10, Pax-Bank eG. Misereor