Liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer, „alles, was Menschen gefährden könne, müsse reduziert werden“, so hat es unsere Bundeskanzlerin am 18. März 2020 formuliert und sie appellierte an die Bevölkerung, sich an die Regeln und Einschränkungen zu halten.
Dass das neue Jahrzehnt die Menschen auf der ganzen Welt und ihr bisheriges Leben derart verändert, hätte noch vor wenigen Wochen niemand auch nur ahnen können.
Ein bisher unbekannter Virus stellt Deutschland und die Welt vor vollkommen neuen Herausforderungen. Das gewohnte Leben wurde weitestgehend heruntergefahren und wir wissen derzeit nicht, ob diese Maßnahmen überhaupt ausreichen oder nachgesteuert werden muss.
Schon jetzt begegnen zahlreiche Menschen in ihrem Berufs- und Privatleben erheblichen Schwierigkeiten und Problemen.
Das Gemeinschaftsgefühl unserer Gesellschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Das, was immer selbstverständlich war – Arbeit, Kindergarten, Schule, Freizeitgestaltung, Treffen mit Freunden, das nette Gespräch und natürlich auch der gewohnte Händedruck – ist uns aus Rücksichtnahme auf den anderen derzeit verwehrt. Das schließt auch das gemeinsame Gebet in unseren Pfarrkirchen ein.
Aber wir haben in Eilendorf angesichts von Krisen und Herausforderungen stets zusammengehalten und gemeinsam nach den richtigen Lösungen gesucht. Das zeichnet uns aus. Und genau dieser Zusammenhalt ist auch in der aktuellen Situation an vielen Stellen erkennbar.
All die Menschen in medizinischen und pflegenden Berufen wachsen derzeit über sich hinaus. Sie bereiten unser Gesundheitssystem auf eine mögliche Ausbreitung des Virus vor und versorgen schon erkrankte Patienten. Gleichzeitig gewährleisten sie auch die notwendige medizinische Versorgung in anderen Fällen. Viele tun dies unter erheblichen Einschränkungen für ihr Privatleben. Ebenso, wie die Beamten der Polizei sowie Feuerwehr und alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die auch in solchen Notlagen über die eigenen Grenzen hinaus helfen und an unserer Seite stehen.
Und da sind unsere Gewerbetreibenden, die in hohem Maße Sonderschichten leisten, um unsere Versorgung sicherzustellen. Nicht zuletzt auch all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die – selten im notwendigen Sicherheitsabstand – Tag für Tag an unseren Supermarktkassen sitzen, hinter den Ladentheken stehen oder die Regale unermüdlich auffüllen und uns trotzdem immer noch mit einem freundlichen, verständnisvollen Lächeln entgegnen. Das ist nicht selbstverständlich und ich möchte Ihnen im Namen aller Eilendorferinnen und Eilendorfer von Herzen für ihren großartigen Einsatz danken.
Ebenso natürlich auch denjenigen Firmen und Unternehmen, die durch ihr umsichtiges Handeln bereits jetzt von großen Einschränkungen betroffen sind, weil sie ihre Unternehmen entweder vorübergehend schließen müssen oder mit Auftragsstornierungen in nie bekannter Größe konfrontiert werden. Sie alle benötigen unsere Solidarität sowohl in diesen Tagen und Wochen als auch in der Zeit danach. Wir dürfen sie gerade jetzt nicht im Stich lassen, damit unser Handel, unser Gewerbe und unsere kulturellen und sportlichen Angebote auch zukünftig in Eilendorf sichergestellt werden können.
Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Bezirksamtes sowie die Beamten der Polizeidienststelle sind weiterhin mit großem Einsatz für Sie da. Ich möchte Sie jedoch bitten, das Bezirksamt nur in unaufschiebbaren Angelegenheiten und nach erfolgter Terminabsprache persönlich aufzusuchen. So können wir längere Wartezeiten vermeiden und für alle Beteiligten mehr Sicherheit gewährleisten.
Für ihre Fragen und Anliegen stehen Ihnen die Beschäftigten des Bezirksamtes und ich natürlich telefonisch und per E-Mail in gewohnter Weise zur Verfügung.
Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam diese außergewöhnliche Situation meistern werden. Es kommt auf uns alle an und auf Gottes Hilfe.
Bitte bleiben Sie gesund!
Ihre Bezirksbürgermeisterin
Elke Eschweiler