Premierenerfolg und grandioses Comeback

Mit einem furiosen Premierenauftakt feierte die Volksbühne Erholungsgesellschaft Eilendorf 1889 nach zwei Jahren Zwangspause ein grandioses Comeback! Vor ausverkauftem Haus im Saalbau Kappertz spielte am 13. Oktober 2019 ein bestens aufgelegtes Ensemble. Für die Freunde der heimatlichen Mundart bot der selbstgeschriebene Dreiakter „Aue Daach, joue Vermaach“ wie gewohnt viel zu lachen. Auch die Geschichte um die Ehepaare Netta und Nöll Netterscheid und Billa und Hugo Havenith steigerte sich über alle drei Akte bis zum glücklichen Ausgang. Damit bewiesen die Akteure nicht nur ihre schauspielerische Klasse, sondern trafen mit ihrem eigenen Stück auch den Geschmack ihres Publikums. Somit konnte am Premierenabend zurecht gesagt werden: Ende gut, alles gut!
Das Leben ist zu kurz, um normal zu sein! Lautet das Motto der Komödie. „Aue Daag, joue Vermaach“ ist eine amüsante Verwechslungskomödie im Altersheim. Die Zweibettzimmer in einem alten Seniorenstift sind streng nach Männern und Frauen getrennt. So kommt es, dass zwei Ehepaare, Netterscheid und Havenith, in dem Stift wohnen, aber nichts voneinander wissen. Die beiden Männer teilen sich ein Zimmer und die dazugehörigen Ehefrauen ebenfalls. Im Laufe der drei Akte wird erkennbar, wieso die beiden Paare dort gelandet sind und von dem Verbleib des Partners nichts wissen. Die sehr strenge Heimleiterin achtet zudem sorgsam darauf, dass es keine Geschlechtervermischung gibt. Lustige Anekdoten reihen sich in einem fort aneinander. Unter der Regie von Heinz Wirtz, der selbst auf der Bühne den Nöll Netterscheid gab, spielte das ganze Ensemble mit Bernd Thomas, Berti Meehsen, Martina Stracke, Claudia Jankovic, Hajo Meeshsen. Gerda Bemmelen, Leo Lausche, Sascha Kunz, Peter Wirtz und Michael Zeitz hervorragend ihre Rolle. Doch besonders viel Applaus bekam Ina Gröbner als Netta Netterscheid nicht nur für ihre Tanzmariechen Szene, auch inkognito als Telefonistin Svetlana „Willst du Spaß und nicht zu teuer, Svetlana macht dich richtig Feuer!“ brachte sie den ganzen Saal zum platzen. Auch der Nachwuchs lässt hoffen, denn Florian Gröbner und Lukas Körner, spielten die ausgefuchsten Enkel, die ihre Omas und Opas im Laufe des Stückes gekonnt um ein paar Euro ärmer machten, sehr überzeugend. Zu dem Erfolg gehören auch hinter der Bühne zahlreiche Aktive, wie Gisela Wirtz als Soufleuse, Peter Frohn, Dieter Hermanns und Peter Wirtz Requisite und Bühnenbau, Ulla Kohlbau und Michaela Wirtz als Maskenbildnerinnen und Andreas Wirtz als Techniker.