Mit einem Konzert für Orgel und Oboe geht der 5. Eilendorfer Orgelsommer weiter. In der Pfarrkirche St. Severin ertönen am Freitag, dem 5. Juli 2019 ab 20 Uhr, Klänge von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Felix-Alexandre Guilmant, Joseph Noyon, Charls-Marie Widor, Armando Oliva und Naji Hakim. Judith Schaible spielt an diesem Abend die Oboe und wird an der Orgel von Kianhwa Djie an der Orgel begleitet. Judith Schaible erhielt ihren ersten Oboen Unterricht im Alter von 15 Jahren. Nach dem Abitur begann sie ein Studium an der Musikhochschule Köln, Standort Aachen, im Studiengang Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Oboe, das sie 2004 mit dem Diplom abschloss. Anschließend absolvierte sie ein privates Aufbaustudium bei Prof. Christian Schneider (Musikhochschule Köln). Außerdem ergänzte sie ihre Ausbildung durch aktive Teilnahme an Meisterkursen bei Prof. Christian Wetzel, Prof. Ingo Goritzki, Prof. Klaus Becker und Emmanuel Abbühl. Sie ist im Raum Aachen an Musikschulen und privat als Musikpädagogin tätig, arbeitet als Bläserdozentin des Eurode Jugendorchesters Herzogenrath und konzertiert regelmäßig mit diversen Ensembles als Solistin, Orchester- und Kammermusikerin. Konzertreisen führten sie u.a. nach Frankreich, Italien und Malta.
Kianhwa Djie spielt seit dem 12. Lebensjahr die Orgel bei Gottesdiensten in vielen Gemeinden Aachens. Er hatte Unterricht bei Kantor Gregor Jeub und Domorganist Professor Michael Hoppe und nahm an Meisterkursen bei Gereon Krahforst und Prof. Joris Verdin teil. Zusammen mit Gregor Jeub hat er umfangreiche Literatur für zwei Orgeln und für Orgel vierhändig aufgeführt. Seit 1994 spielt der an der RWTH Aachen promovierte Mathematiker regelmäßig in Konzerten an Orgel und Cembalo. Er war Solist beim Cembalokonzert d-Moll/5. Brandenburgischen Konzert sowie bei Orgelkonzerten von Händel, Brixi, Rheinberger und Hoyer. Außerdem wirkte er mit als Organist in Chor- und Orchesterfahrten unter anderem nach Spanien, Frankreich, Italien und Tschechien. 5. Eilendorfer Orgelnacht Ein absoluter Höhepunkt des Eilendorfer Orgelsommers ist die Orgelnacht am 12. Juli 2019. Der Auftakt zum Sommerferienanfang beginnt um 20 Uhr in der Pfarrkirche St. Severin. Drei kurze Orgelkonzerte mit drei hervorragenden Organisten aus den Niederlanden werden allen Musikbegeisterten geboten. Darüber hinaus ist es eine geeignete Gelegenheit, gemeinsamen einen schönen Abend zu erleben, bevor viele sich auf den Weg in den Urlaub machen. Jan Pieter Lanooy studierte Orgel an der Codarts-Musikhochschule in Rotterdam bei Aart Bergwerff und am Royal Conservatory in Den Haag bei Jos van der Kooy. 2017 schloss er sein Bachelorstudium summa cum laude ab. 2017 begann er das Masterstudium Orgel in Den Haag bei Jos van der Kooy. Zudem hat er an verschiedenen Meisterklassen teilgenommen. Zusätzlich hat Pieter Lanooy an den Universitäten von Leiden und Utrecht Geschichte und Musikwissenschaften studiert. Er spielt Orgelkonzerte in den Niederlanden, in Belgien, Deutschland und Polen. Zurzeit ist er als Organist an der Reformierten Kirche in Warmond und als zweiter Organist an der Westerkerk in Amsterdam tätig. Geerten Liefting studierte Orgel, Kirchenmusik, Improvisation, Komposition and Chorleitung an der Hochschule für Kunst und Musik Utrecht, dem königlichen Conservatorium Antwerpen und dem Codarts Conservatorium Rotterdam. Seit 2007 ist Liefting als Kantor und Organist an St. Bonaventura in Woerden, Grote of St. Laurenskerk Rotterdam und der Domkirche in Utrecht tätig. Als Organist gewann er 2015 den internationalen Wettbewerb für Improvisation in Schwäbisch-Gmünd, Luxemburg/ Dudelange und Biarritz, als Komponist „The International Hinsz Composition Competition“ in Kampen und 2013 wurde von dem Niederländischen Kammerchor seine Komposition „Renovatio Mundi“ aufgeführt. Im 4. Eilendorfer Orgelsommer improvisierte er bereits zum sw-Film „Modern Times“ von Charley Chaplin. Jan Hage gilt als einer der bedeutendsten niederländischen Organisten und wirkt, nachdem er 1995 zum Organisten der Kloosterkerk in Den Haag ernannt worden war, seit 2011 als Domorganist in Utrecht. Nach dem Studium der Musikwissenschaften an der Rijksuniversiteit Utrecht, sowie Orgel und Musiktheorie am Utrechter Konservatorium und Kirchenmusik am Nederlands Instituut voor Kerkmuziek studierte er zwei Jahre lang Orgel bei André Isoir am Conservatoire National de Région Boulogne-Billancourt in der Nähe von Paris. Jan Hage erwarb mehrere Preise bei internationalen Orgelwettbewerben. Er gibt viele Konzerte im In- und Ausland und ist auch als Komponist tätig. Im Jahre 2006 wurde er mit der Silbernen Medaille der Pariser Societé Académique ‘Arts-Sciences-Lettres’ ausgezeichnet. 2016 promovierte Jan Hage an der Protestantischen Theologischen Universität Amsterdam über den Kirchenmusiker Willem Mudde. 